Dass die sogenannte Energiewende zum Nulltarif zu haben ist, behauptet niemand. Aber auch niemand weiß, was sie bisher gekostet hat und künftig kosten wird, wenn der „ehrgeizige“ aber erfolglose Kurs der Dekarbonisierung so weitergeführt wird. „Es ist ja nur Geld“, war einer der legendären Sprüche des unverstandenen Genies Robert Habeck. Die große asoziale Umverteilung geht weiter.
Die Bundesregierung gibt an, eine verlässliche, kostengünstige und umweltfreundliche Energieversorgung erhalten zu wollen, obwohl sie schon nicht mehr existiert. Gegen den Paragrafen 1 des Energiewirtschaftsgesetzes, die Verpflichtung zu einer auch preiswerten Energieversorgung, wird seit Jahren ungestraft verstoßen.
Bisher ist die Energiewende vor allem eine angefangene Stromwende, die durch Übergang von fossilen und Kernkraftwerken zu emissionsfreien Naturstromerzeugern geschehen soll, angeblich aus Gründen des „Klimaschutzes“. Ein vorgeschobenes Argument, wie der Ausstieg aus der emissionsfreien Kernkraft zeigt. Um die Strommenge der zuletzt abgeschalteten drei Kernkraftwerke zu ersetzen, müssen die nächsten zirka 6.000 Windkraftanlagen (WKA) für den Ersatz des entfallenen Atomstroms gebaut werden. Also für den Ersatz emissionsfreien Stroms durch emissionsfreien Strom.
Dass dieser Ersatzstrom nur mengenmäßig, zeitlich zufällig und am Bedarf vorbei produziert wird, weiß immer noch nicht jeder. Zudem wies Fachkraft Claudia Roth von den Grünen darauf hin, dass man „mit Atomenergie im Winter nicht heizen“ könne. Sie kannte Wärmepumpen offenbar nicht, hat aber insofern Recht, dass der Wärmesektor überwiegend fossil gesichert wird. Die mächtige „Erneuerbaren“-Lobby, fest verankert in den Regierungsparteien, hat es dennoch geschafft, das Land exzessiv mit Wind- und Solaranlagen zuzustellen. Gleichzeitig werden konventionelle Kraftwerke ersatzlos abgeschaltet, auch die mit ökologisch und ökonomisch vorteilhafter Kraft-Wärmekopplung.
Per Gesetz und steigenden Preisen durch den Emissionshandel versuchen Bundesregierungen mit Gesetzeskraft, unwirtschaftliche emissionsarme Technologien durchzudrücken. Dazu braucht es Subventionen und Vergünstigungen wie den Einspeisevorrang für Wind- und PV-Anlagen und Vergünstigungen beim Netzanschluss.
Inzwischen beträgt die installierte Leistung der Wind- und PV-Anlagen Stand Februar 2026 sagenhafte 196 Gigawatt (GW) – bei einer maximalen Netzlast von 80 GW. Energiewender rechnen gern um in eine Anzahl von „Atom“kraftwerken. Diese 196 GW entsprächen etwa 130 Kernkraftwerken. Die hätte allerdings niemand gebraucht, nicht einmal 50 Anlagen hätten für die bedarfsgerechte Vollversorgung ausgereicht. 17 hatten wir schon gleichzeitig in Betrieb.
Der politisch korrekte Aufschrei bei dieser Zahl lautet, „Atomenergie“ sei viel zu teuer. Dann folgt zum Beispiel der Hinweis auf die Kosten, die das Kernkraftwerk Olkiluoto 3 in Finnland verursachte. 11 Milliarden Euro und 18 Jahre Bauzeit schlugen zu Buche. Nun ist es in Betrieb und wird für mindestens 60 Jahre grund- und regellastfähig Strom liefern, es erspart Stromspeicher und ein Endlager gibt es auch.
Die deutsche EEG-Förderung betrug im Jahr 2024 satte 18,5 Milliarden Euro, im Jahr danach 17 Milliarden Euro. Sie war notwendig, um die „Erneuerbaren“ im Land am Leben zu erhalten und die Profite der Betreiber zu sichern. Das Geld ist also weg und für die Folgejahre werden absehbar, je nach Aufkommen an Naturenergie, zwischen 14 und 20 Milliarden Euro fällig werden – jährlich, wie gesagt.
Jedes Jahr also mehr als ein Neubau von Olkiluoto, etwa eineinhalb Mal so viel wie der Gotthard-Basistunnel und die Deutsche Bahn könnte davon knapp 700 ICE-Züge kaufen. Während das finnische Kernkraftwerk, der Gotthard-Basistunnel und viele ICEs jahrelang weiter Dienst tun, schicken Wind und Sonne jedes Jahr aufs Neue saftige Rechnungen.
Die Betriebskosten von Olkiluoto 3 sind überschaubar, seit Inbetriebnahme sind die Stromkosten in Finnland gesunken. Würden wir in die Kernkraft (oder moderne Kohlekraft) investieren anstelle in das Überleben nicht marktfähiger Technologien, wäre das eine Stromwende mit Erfolgsaussicht.
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