Streik bei Ford in Köln: Das Scheitern der Umstellung auf E-Mobilität

vor etwa 1 Jahr

Streik bei Ford in Köln: Das Scheitern der Umstellung auf E-Mobilität
Bildquelle: Tichys Einblick

Ab Mittwoch werden die Kölner Ford-Werke bestreikt – zum ersten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte. Die IG-Metall ruft rund 11.500 Beschäftigte zu einem 24-stündigen Streik auf. Grund ist der geplante Abbau von 2.900 Stellen bis Ende 2027, was bedeutet, dass etwa jeder vierte Arbeitsplatz am Standort Köln betroffen ist.

Die Gewerkschaft wirft dem Management Konzeptlosigkeit vor und fordert einen Sozialtarifvertrag mit hohen Abfindungen und finanziellen Sicherheiten für die Belegschaft. Die Gewerkschaft hatte jedoch nicht gegen den totalen Umbau auf eine reine Produktionsstätte für Elektromobile gestreikt.

Im März und April hatte es bereits Warnstreiks gegeben, danach blieben die Verhandlungen festgefahren. Nun soll der Streik den Druck auf das Management erhöhen und den Forderungen der Ford-Mitarbeiter Nachdruck verleihen. „Es ist Zeit für den Arbeitgeber, sich zu bewegen und eine Gesamtlösung für die Belegschaft in Köln hinzubekommen“, sagte der Betriebsratschef von Ford Deutschland, Benjamin Gruschka. Dazu gehört für den Betriebsratschef nicht die Frage, ob die sogenannte reine Elektromobilität die richtige Entscheidung war.

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