Friedrich Merz steht ergriffen in der Marienkirche im Berliner Stadtzentrum. Der Bundeskanzler hat sich einfliegen lassen, um an dem eilig anberaumten Trauergottesdienst am Sonntag teilzunehmen.
Oft scheint der Bundeskanzler kurz davor, von seinen Emotionen übermannt zu werden. Das will man ihm nicht vorwerfen. Man merkt aber: Der dort stehende Mann ist mit der Situation überfordert. Jetzt soll er spontan eine Trauerrede halten – und das auch noch maßgeblich an die Adresse der sogenannten „queeren Community“; Merz und diese Community sind nicht unbedingt wechselseitige Fans.
Einfach ist das nicht. Trotzdem sagt Friedrich Merz viele richtige Dinge, mögen sie auch Binsen sein. „Wir werden alles tun, um die Freiheit unseres Landes und unserer Gesellschaft zu schützen, alles“, sagt der Kanzler. Man möchte ihn so gerne beim Wort nehmen. Man weiß aber, wie gefährlich das ist.
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