China hat es geschafft, sich innerhalb eines Jahrzehnts bei Elektroautos an die Spitze der Weltautomobilindustrie zu setzen. Und die deutschen Hersteller, die nicht nur das Automobil, sondern auch das Elektroauto (Lohner-Porsche) erfunden haben, mit ihren NEV (New Electric Vehicles) hinter sich zu lassen. Bei Verbrennern dominieren noch deutsche Premium-Hersteller. Inzwischen bringen aber Mercedes und Volkswagen ihren jeweiligen Joint-Venture Partner Geely und Xpeng das Bauen von Verbrennungsmotoren bei. Mercedes lässt schon seine Vier-Zylinder-Motoren für den neuen CLA bei Großaktionär Geely in China bauen.
Seit 2015 nahmen chinesische Autobauer mit NEV allen deutschen Herstellern mit rapidem Absatzwachstum Marktanteile ab. Erreichten alle deutschen Marken in China in den 80er Jahren zusammen noch einen Marktanteil von über 50 Prozent, schrumpfte dieser inzwischen auf 17 Prozent. Bei den NEVs sogar auf 3 Prozent. Zusammen also weniger als Tesla, dessen Anteil sich mehr als halbiert hat.
Als die chinesischen Autobauer, durch die Stagnation des Marktes, auf riesigen Überkapazitäten sitzen blieben, brach ein mörderischer Preiswettbewerb bei den NEVs aus. Dabei kamen die deutschen Marken vollends unter die Räder.
Die Ursachen für den Erfolg und den Wettbewerbsvorsprung der chinesischen Autoindustrie sind politischer, ökonomischer, automobilspezifischer und gesellschaftlicher Natur.
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