Wenn die Altmedien groß und auffallend positiv über etwas berichten, dann ist in der Regel der Staat überproportional daran beteiligt. Über die Mondmission der Artemis II wird viel und ausgesprochen enthusiastisch berichtet. Kein Wunder, dass die Regierung Merz darin eine Chance sah, das am Boden liegende Image dieser Regierung in Person der zuständigen Ministerin der CSU etwas aufpolieren zu können.
Aber das Bedürfnis nach Pathos und großen Worten – mit einer Verfallszeit von wenigen Stunden –, das zum Merkmal dieser Regierung geworden ist, macht selbst noch solche Eigen-PR, bei der eigentlich nichts falsch zu machen ist, zunichte. So sprach Dorothee Bär, ihres Zeichens Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, in einem Interview mit der Bild tatsächlich: „Der Weg zum Mond kann ausschließlich über Deutschland funktionieren.“ Nicht wenige Social-Media-Nutzer rieben sich verwundert die Augen, fiel die Veröffentlichung doch auf den 1. April.
Aber auch bei ihrem Auftritt in der Welt-Redaktion am 2. April im gleichen Verlag, in welchem sie sichtlich bemüht war, einen dynamischen und optimistischen Eindruck zu hinterlassen, fiel dieser zentrale Satz: „Deutschland ist eine große Raumfahrernation. Ohne uns geht es nicht zum Mond.“ Die beiden PR-Auftritte der überforderten Frau als nicht ganz gelungen zu bezeichnen, wäre ein Euphemismus ohnegleichen.
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