Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ tritt nach außen als spontane Schülerbewegung auf. Recherchen zeigen jedoch, dass Akteure aus dem Umfeld der Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und ihrer Jugendorganisation, der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), maßgeblich an Organisation und Mobilisierung der “spontanen” Demonstrationen beteiligt sind.
Anfang März gingen zehntausende Schülerinnen und Schüler in rund 90 deutschen Städten auf die Straße, darunter in den hessischen Städten Darmstadt, Friedberg, Kassel, Marburg und Michelstadt. Auch der für den 8. Mai geplante Schulstreik, unter anderem in Frankfurt, soll laut Recherchen von Funktionären aus dem Umfeld von DKP und SDAJ vorbereitet werden.
Die DKP blieb zunächst unauffällig im Hintergrund. Die DKP ist eine politische Kleinstpartei mit wenigen tausend Mitgliedern und erzielt bei Wahlen regelmäßig Ergebnisse im Promillebereich. Sie wurde, wie so mache linksextreme Partei, von ihrer Gründung 1968 bis Ende 1989 maßgeblich durch die DDR (SED) finanziert.
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