Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) befragt einmal pro Halbjahr ihre Unternehmen nach deren Sicht auf die Lage und auf die zu erwartende Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Normal beteiligen sich etwa 23.000 Betriebe an diesen „Konjunkturumfragen“, sagt die Hauptgeschäftsführerin der DIHK, Helena Melnikov. Dieses Mal seien es 26.000 Unternehmen gewesen: „Das spricht dafür, dass den Unternehmen einiges unter den Nägeln brennt, das sie mitteilen wollen.“
In den vergangenen Jahren ging die Stimmung nach unten. Wenn Melnikov jetzt sagt, 3000 zusätzliche Unternehmen hätten sich gemeldet, weil ihnen was unter den Nägeln brenne, dann ließe sich daraus schließen, dass der Unmut in der Summe der Umfrage größer wird. Doch es ist anders gekommen. Die Stimmung hellt sich auf: Vor einem Jahr erreichte sie noch einen Wert von 91,6 Punkte, im Herbst waren es dann 93,8 Punkte und nun sind es 95,9 Punkte.
Für die sich erholende wirtschaftliche Lage nennt die Kammer mehrere Gründe. Einer davon ist, dass bereits die tatsächliche Entwicklung besser ist als erwartet: „Das letzte Quartal im letzten Jahr war überraschend stark. Das zahlt auf das Wachstum für dieses Jahr ein“, sagt Jupp Zenzen, Referatsleiter Konjunktur bei der Kammer. Auch meldeten stark exportorientierte Unternehmen bessere Zahlen, da sich die Weltwirtschaft erhole. Hinzu kämen die Investitionen der Bundesregierung, auch in die Rüstung. Davon profitierten nicht nur große Unternehmen und Zulieferer, auch im Bereich Cyber-Security gäbe es Gewinner. Also Unternehmen, die mit dem Thema sicheres Internet Geld verdienen.
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