Der Diesel als Sündenbock für Alles

vor 9 Monaten

Der Diesel als Sündenbock für Alles
Bildquelle: Tichys Einblick

Ingenieure haben Motoren um Größenordnungen sauberer gemacht. Synthetische Kraftstoffe könnten CO₂-neutral sein, Hybride sinnvoll Brücken schlagen, Stadtluft pragmatisch durch Reinigung verbessert werden. Aber solche Lösungen passen nicht ins große grüne Narrativ. Brüssel will nicht die Vielfalt technischer Möglichkeiten, sondern den einen Pfad: Batterieelektrische Autos, unabhängig davon, ob sie die Kunden wollten oder nicht, unabhängig davon, ob die Infrastruktur mit Stromversorgung und Leitungen sowie leistungsfähigen Verteilernetzen vorhanden ist.

Mit grünen Lügen und Angstmacherei findet ein ideologischer Kampf gegen die Interessen deutscher Bürger statt. All dies bedeutet zugleich: die Autoingenieure haben die Autos mit moderner und vor allem aufwendiger und sehr teurer Abgastechnik sauber gemacht. Unter bestimmten Bedingungen stößt sogar ein moderner Dieselmotor sauberere Luft aus, als er vorne ansaugt. Der Dieselmotor war der erste große Gegner der Grünen. Seine Abgasnachbehandlung ist komplex und teuer. Unter dem Wagen sitzt heute eine halbe Chemiefabrik. Oxidationskatalysator, NOx, Speicherkatalysator mit Harnstoffeinspritzung. Für Kleinwagen lohnt diese Technik nicht mehr, weil die Abgasreinigung fast so teuer ist wie der Motor selbst wäre.

So wurde der Diesel einst Sinnbild für sparsames Fahren zum Sündenbock. Fahrverbote, Wertverluste, Verunsicherung. Millionen Halter spüren es im Alltag. Doch beim Diesel sollte der Kampf gegen das Auto nicht stehenbleiben. Schon 2018 begannen in Brüssel und Berlin Diskussionen über die sogenannte Flottenerneuerung. Alte Autos sollten schnellstmöglich von der Straße, auch Benziner, Downsizing, Turbo Aufladung, Direkteinspritzung und andere Ingenieurstricks hatten zwar die CO2-Werte weiter gesenkt, führten aber zu ultrafeinen Partikeln.

Ab September 2018 verlangte die EU, dass alle Benziner mit Direkteinspritzung einen Partikelfilter erhalten müssen. Teuer, wartungsintensiv mit neuen Risiken, verstopfte Filter, thermische Belastung, unklare Langzeithaltbarkeit. Ein System für zweifelhafte Effekte, dass der Kunde zwangsweise bezahlen muss. Doch kaum hatten die Motorenbauer mit viel Entwicklungsarbeit und teurer Hightech die Autos sauberer gemacht und damit einer Auto-Verbotspolitik eigentlich technisch die Grundlage entzogen, holten grüne Transformer einen anderen Stoff als Schadstoff aus dem Zylinder. Das CO2.

Dieses unvermeidliche Produkt einer jeden Verbrennung stößt sowohl der Benziner als auch der Dieselmotor aus, ebenso wie ein Ofen oder ein grüner Politiker beim Atmen. Nur das Elektroauto nicht. Das hat ja keinen Auspuff. Kein Witz. Das sagt die EU tatsächlich so, dass der Auspuff im Kraftwerk steht, in dem Kohle verbrannt wird. Stört dabei nicht weiter.

Die CO2-weg Ideologie trieb die Motoren Entwickler noch weiter an. Zu Downsizing, also zu kleineren Motoren und zu Direkteinspritzung mit kleineren Hubräumen, höheren Drücken im Verbrennungsraum und höheren Temperaturen. Die Elektronik steuert noch genauer als bisher die Einspritzung des Kraftstoffes in den Brennraum. Das senkt zwar den Verbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß, hat aber wie fast alles Nebenwirkungen. Denn unter hoher Last verbrennen feine Kraftstoff Tröpfchen nicht vollständig. Es entstehen feine Partikel. Die EU beschloss bereits 2007 strengere Vorgaben, legte Ausführungsbestimmungen aber erst Jahre später fest und schuf so Unsicherheit. So mussten ab 2018 Benzinmotoren mit Direkteinspritzung, ebenso Partikelfilter erhalten.

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