Während viele Regierungschefs des Westens dem designierten US-Präsidenten Donald Trump bereits gratulierten, stehen die traditionellen Glückwünsche der Verliererin Kamala Harris noch aus. Bei einem solch klaren Ergebnis hätte der sogenannte „concession call“, ein Anruf des Verlierers an den Gewinner, schon erfolgen soll. Doch bislang weigerte sich Harris Trump zu gratulieren.
Nach diesem Anruf hält der unterlegene Kandidat üblicherweise eine öffentliche Rede. Diese „concession speech“ ist oft feierlich und folgt bestimmten Traditionen: Der Verlierer erkennt das Wahlergebnis an, gratuliert dem Sieger und zollt ihm oder ihr Respekt. Die Rede beinhaltet zudem einen Aufruf an die eigenen Anhänger, das Ergebnis zu akzeptieren und den neuen Präsidenten als legitimen Führer des Landes zu unterstützen.
Auf diese Weise wird die oft stark gespaltene Anhängerschaft beruhigt und das nationale Wohl in den Vordergrund gestellt. In den letzten Jahrzehnten ist es auch üblich geworden, in der „concession speech“ Hoffnung für die Zukunft zu äußern und an die gemeinsamen Werte der Nation zu erinnern – eine Einladung an alle, unabhängig vom Wahlausgang zusammenzuhalten. Auch diese Rede ließ Harris bislang aus. Derzeit gibt es auch keine Anzeichen, dass Harris diese Glückwünsche noch diese Nacht (amerikanischer Zeit) überbringen wird.
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