Angela Merkel ist wieder da, und sie klingt exakt wie die politische Schadensstifterin, die Deutschland sechzehn Jahre lang an die grüne Ideologie ausgeliefert hat. Beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums warnte sie vor dem Klimawandel als „Überlebensfrage der Menschheit“ und verteidigte den Atomausstieg. Dieselbe Frau, die Deutschland eine verlässliche Stromquelle nahm, erklärt den eigenen Irrweg weiter zur Vernunft.
Der Kern ihrer Kanzlerschaft war die Verwandlung politischer Feigheit in moralische Pflicht. Merkel traf Entscheidungen, deren Kosten andere tragen müssen. Sie verkaufte den völligen Kurswechsel als totale Alternativlosigkeit, entkernte die Union und machte den grünen Staatsumbau regierungsfähig.
Ihre Regierung verlängerte zunächst die Laufzeiten der Kernkraftwerke. Nach Fukushima warf Merkel die eigene Linie binnen weniger Wochen über Bord. An der Sicherheit deutscher Reaktoren hatte sich dadurch nichts geändert. Geändert hatte sich nur die Stimmung. Merkel roch die grüne Erregung, packte die Gelegenheit beim Schopf und machte daraus Staatsräson. Aus der Physikerin wurde die Kanzlerin der energiepolitischen Panik und des industriellen Abbruchs. Diese Kanzlerin brach Deutschlands energiepolitisches Rückgrat. Funktionierende Kernkraftwerke wurden abgeschaltet, während Kohle, Gas, Subventionen, Netzausbau, Reservekapazitäten und immer neue staatliche Eingriffe den selbst geschaffenen Mangel überdecken sollten. Deutschland hat sich selbst den Strom verteuert, die Industrie verunsichert und die eigene Abhängigkeit erhöht. Das Regierungshandeln gegen jede wirtschaftliche Vernunft.
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