Am 29. November 2025 erlebte ein Reporterteam von „Tichys Einblick“, was es heißt, zu dem Teil der Medienlandschaft zu gehören, der einflussreichen Organisationen und Politikern nicht passt. An diesem Tag gründete sich im hessischen Gießen eine neue Jugendorganisation der AfD. Ein „breites Bündnis“ einschließlich gewaltbereiter Linksextremisten hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Veranstaltung auf dem Gießener Messegelände mit allen Mitteln zu verhindern.
Für TE kamen die Journalisten Maximilian Tichy und Christoph Marohl in die Stadt, um live über die Auseinandersetzungen zu berichten, die sich an diesem Tag weniger zwischen den Demonstranten und der AfD-Jugend abspielten, sondern vor allem zwischen dem aggressiven Linksblock und der Polizei, die dabei oft in die Defensive geriet.
Auch das TE-Team sah sich bald in einer bedrohlichen Lage. Und es blieb nicht bei der Bedrohung: Ein dazu ausdrücklich aufgestachelter Mob kreiste das Duo ein, verfolgte und beschimpfte es, griff nach der Kamera und schlug schließlich zu. Der Grund für diese Übergriffe? Tichy und Marohl taten genau das, was zur klassischen Aufgabenbeschreibung von Journalisten gehört: Ereignisse dokumentieren, Fragen stellen – und zwar allen beteiligten Seiten, also auch Vertretern des DGB Mittelhessen, der die versuchte Blockade der AfD-Veranstaltung schon lange im Vorfeld organisierte und an diesem Tag auch koordinierte.
Mit dem physischen Angriff endet die Geschichte aber auch noch nicht: In einem zweiten Schritt versucht der DGB aktuell, die Berichterstattung von TE über den Angriff auf die Pressefreiheit in Gießen gerichtlich zu unterdrücken.
Damit zeigte sich in Hessen ganz praktisch, wie eine autoritäre Front von schwarzgekleideten Gewalthaufen über Unterstützer mit Biederfassade wie dem DGB bis zu Unionspolitikern versuchen, Medien und Journalisten in zwei Lager einzusortieren: Die Willkommenen, die man in diesen Kreisen allerdings nicht als kritische Begleiter betrachtet, sondern als Teil des Milieus – und diejenigen, die Daniel Günther in der Sendung “Markus Lanz“ als „Feinde von Demokratie“ beschimpfte.
Bundesfamilienministerin Karin Prien legte kürzlich in einem taz-Interview nach: Dort erregte sich die CDU-Frau über „die „sogenannten alternativen Medien, die rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen immer stärker in den Diskurs bringen“. Auf Namensnennung verzichtete sie ebenso wie auf Belege, urteilte aber: „Ein Teil dieser Medien will zur Delegitimierung und Zersetzung unseres freiheitlichen, demokratischen Systems beitragen, das ist offenkundig.“
Medien und Journalisten außerhalb des linken Milieus als Feinde oder Zersetzer zu beschimpfen, wenn diese nicht so schreiben und senden wie gewünscht – die beiden Unionsvertreter sprachen nur offen aus, was man vom organisierten Linksradikalismus bis zu Parteien, die sich als Mitte deklarieren, schon lange für selbstverständlich hält oder zumindest verdruckst rechtfertigt.
Mittlerweile existiert eine längere Liste von Gewaltanwendung und Drohungen gegen nichtlinke Medien. Bei den Vorgängen in Gießen handelt es sich also um keinen isolierten Fall:
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










