Die bittere Wind-Wahrheit: Warum Trump mit seiner Kritik an der Energiewende recht hat

vor etwa 1 Jahr

Die bittere Wind-Wahrheit: Warum Trump mit seiner Kritik an der Energiewende recht hat
Bildquelle: NiUS

Bereits bei seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres unterstrich Donald Trump, was er vom Ausbau der Windkraft in seinem Land hält. Mit der Unterzeichnung des „Unleashing American Energy“-Dekretes versuchte er gleich bei seiner Vereidigung, die grüne Transformation der Wirtschaft in den USA zu verhindern. Bei dem Besuch von Ursula von der Leyen hat der US-Präsident nun noch einmal nachgelegt: Nicht nur betonte er die Umweltschäden, die durch Windenergie entstünden, sondern zweifelte ebenso am wirtschaftlichen Nutzen der vermeintlich grünen Energie.

Die Analyse seiner vier spannendsten Aussagen zur europäischen Windpolitik zeigt: Die Kritik des US-Präsidenten ist gerechtfertigt.

Im Gespräch mit Ursula von der Leyen machte Trump seine Windkraft-Ablehnung deutlich.

1. „Wenn sie nach acht Jahren anfangen zu rosten und zu verfallen, kann man sie nicht einfach abschalten. Man kann sie nicht vergraben. Sie lassen nicht zu, dass man die Propeller vergräbt – du weißt schon, die Rotorblätter – weil sie aus einer bestimmten Faser bestehen, die sich nicht gut mit dem Boden verträgt.“

Bei der Lebensdauer der Anlagen liegt der US-Präsident etwas daneben. Die Lebensdauer von Windenergieanlagen beträgt üblicherweise mindestens 20 Jahre. Bei neueren, höheren Anlagen ergibt sich jedoch ein anderes Problem: Der Austausch von Rotorblättern vor dieser Ablaufzeit ist keine Seltenheit. Blitze machen der Oberfläche zu schaffen, durch Regen, Wind oder Hagel sind die Anlagen besonders in größerer Höhe sowieso von Abnutzung betroffen – immerhin drehen sich die Rotoren mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h. Die Mikropartikel gelangen dabei in die Umwelt und können die Böden in der Umgebung der Anlagen belasten.

Problematisch wird es ebenso beim Recycling ausrangierter Rotorblätter. Sie bestehen aus widerstandsfähigem, glasfaserverstärktem Kunststoff. Das macht sie zwar vor allem für die Raumfahrt und die Windbranche interessant, sie lassen sich jedoch nur schwer wieder verwerten. Denn: Die verwendeten Materialien lassen sich nicht durch einfache Verfahren wieder trennen. Oft werden die Rotoren einfach in Zementwerken verbrannt und hinterlassen statt Recycling-Material nur Schrott und Emissionen.

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