Der staatlich tolerierte Terrorismus

vor 7 Monaten

Der staatlich tolerierte Terrorismus
Bildquelle: Tichys Einblick

Stromausfall, das klingt in den Ohren eines modernen Menschen in unserem ach so zivilisierten Westen ja doch eher niedlich.

Stell’ dir vor, gestern ist bei uns im Haus der Strom ausgefallen, hihi. Wir mussten Kerzen anzünden und konnten kein Abendessen im Thermomix machen, hihihi. Das dauerte fast eine Viertelstunde, kannst du dir das vorstellen? Zwinker. War beinahe wie in der Dritten Welt. Zwinker, zwinker.

Terroranschlag klingt nicht so niedlich.

Was da gerade in Berlin passiert, ist eben kein „Stromausfall“. Da ist kein Baum im Sturm abgeknickt und auf eine Überlandleitung gefallen und hat eine kleine Leitung gekappt. Nein, da haben gut ausgerüstete und offenbar auch gut ausgebildete Attentäter gezielt einen neuralgischen Punkt der Stromversorgung der Hauptstadt des viertgrößten Industriestaats der Welt sabotiert.

„Ich bin am Ende meiner Kräfte“, weint eine ältere Frau. Ihr ebenfalls schon betagter Mann sitzt apathisch daneben in seinem Rollstuhl. Warum die beiden hier gelandet sind, in einer Turnhalle und nicht in einem Krankenhaus: Niemand weiß es. „Das ist unmöglich“, schimpft ein sichtlich aufgebrachter Mann. Man kann ihn verstehen: Auch seine 98-jährige Mutter liegt nicht in einer Klinik, sondern hier – auf einem Feldbett, notdürftig mit Decken vor der Kälte geschützt.

Diese beiden Szenen kann am Sonntag bundesweit die ganze Republik im Fernsehen begutachten.

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