Der Pelz ist zurück – warum er plötzlich wieder getragen wird

vor 6 Monaten

Der Pelz ist zurück – warum er plötzlich wieder getragen wird
Bildquelle: NiUS

Kim Kardashian steigt in Aspen aus dem Flieger – Lederhose, Korsett, darüber ein schwerer Vintage-Pelzmantel in warmen Brauntönen. Dazu Pelzschal, spitze Schuhe, maximale Opulenz. Das Netz explodiert. „Haben wir Pelz nicht längst hinter uns gelassen?“, fragen die einen. „Ekelhaft“, schreiben andere. Kim kümmert das nicht. Sie geht shoppen. „Go ahead, layer your fur over your fur“, sagt sie dazu augenzwinkernd. Übersetzt: „Warum nicht gleich Pelz über Pelz?“ Und liefert damit unfreiwillig den perfekten Einstieg in eine Debatte, die diesen Winter überall geführt wird: Pelz ist zurück. Und zwar sichtbar.

Pelz über Pelz, Korsett und Leder. Sichtbar und selbstbewusst von Kim Kardashian getragen.

Während frühere Generationen noch dem Schlachtruf „Lieber nackt als im Pelz“ verpflichtet sind, greift die Gen Z diesen Winter ganz selbstverständlich zu Fell. Flauschige Jacken, voluminöse Mäntel, Pelzkrägen, die sich weich um Schultern legen – auf den Straßen ebenso wie auf Social Media ist Pelz wieder allgegenwärtig. Und ja: Auch echter Pelz taucht wieder auf. Leise, fast beiläufig provozierend. Wie konnte es dazu kommen?

Lange galt Pelz als Symbol einer Zeit, die man hinter sich lassen wollte: laut, rücksichtslos, moralisch überholt. Jahrzehntelang kämpften „Aktivist:innen“ gegen ihn an, angeführt von der Kampagne „Lieber nackt als im Pelz“, die Popkultur und Mode nachhaltig prägte. 2020 erklärte ausgerechnet PETA den Feldzug für beendet – die Pelzindustrie sei praktisch erledigt, hieß es. Ein Schlussstrich unter ein Kapitel Modegeschichte.

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