Laut INSA sind 18 % der Deutschen mit der Arbeit des Bundeskanzlers noch zufrieden, 75 % Prozent aber ausgesprochen unzufrieden. Nimmt man die Werte verschiedener Meinungsforschungsinstitute zusammen, dann kommt man sogar auf eine Unzufriedenheit von bis zu 84 %. Man nähert sich wohl der Wahrheit, wenn man spekuliert, dass diese Zahlen sich in der Tendenz selbst in der CDU inzwischen finden. Vor allem die Funktionäre der Partei dürften Merzens Kanzlerschaft für die Partei als Himmelfahrtskommando oder als Solidarität und Gefolgschaft mit der SPD empfinden, dementsprechend kumuliert sich mit jedem Fehltritt und Misserfolg das Unbehagen und die Kritik an Merz, vor allem die Erkenntnis, dass Merz seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Merz wird zum „physikalischen“ Maß für Peinlichkeit und Misserfolg.
Nach dem Merz in Spahns „Leihmutteraffäre“ komplett versagt hat, weil er erstens die Dimension komplett unterschätzte, dann zu spät eingriff und schließlich Spahn in einer Art zum Rücktritt nötigte, die jede Eleganz vermissen ließ, wollte er eine „Regierungsumbildung“ als großen Befreiungsschlag nutzen. Mit dieser „Regierungsbildung“, die nur die Unionsleute betraf und die man eher als Rochaden-Taumel bezeichnen könnte, wollte Merz seine Handlungsfähigkeit als Chef einer Reformregierung demonstrieren, um in der Öffentlichkeit wieder in die Offensive zu gelangen. Wie man früher in Berlin, als in Berlin noch berlinert wurde, sagte: das ist ihm gründlich vorbeigelungen.
Die Erfolgs-, Beliebtheits- und Achtungskurve des Friedrich Merz geht seit dem Wahlsieg so steil nach unten, dass er eigentlich die Fallwinde spüren müsste. Man sehe sich den Scherbenhaufen einmal an, den Merz angerichtet hat:
ANSCHLAG AUF CSD: SEK erschießt Todesfahrer! Behörden unter Druck! Warum war er noch frei? I LIVE










