New York City: Weltstadt, die Stadt, die niemals schläft, der „Big Apple“ – über 200 Jahre ist sie bereits symbolische Hauptstadt Amerikas, des Kolosses des Westens. Über Jahrzehnte war es für ankommende Migranten und Reisende das Eingangstor zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
New York City ist auch der „Melting Pot“ der USA – der Schmelztiegel. Während des 19. und 20. Jahrhunderts kamen Millionen Migranten aus ganz Europa nach Ellis Island, einer Insel im New Yorker Hafengebiet. Meist siedelten sie sich schnell in der Stadt an – im Jahr 1910 waren 40 Prozent der Stadtbewohner im Ausland geboren.
Iren, Italiener, Juden, Polen, Russen, Deutsche und andere bauten die Wolkenkratzer, die Kirchen, die Monumente – eben diese Kooperation bildete den amerikanischen Geist ab, der am Ende zur US-Hegemonie führte. Doch in den vergangenen Jahrzehnten ist die Flamme dieses Geistes immer kleiner geworden. Die Migrationsströme aus Europa sind längst versiegt – stattdessen kommen Menschen vor allem aus der Dritten Welt in die Stadt.
Das Stadtbild ist mancherorts zunehmend durch die afrikanischen, indischen, pakistanischen oder arabischen Gemeinschaften geprägt. Gleichzeitig steigt in der Stadt mit den meisten jüdischen Einwohnern der Welt die Zahl der antisemitischen Straftaten seit Jahren in die Höhe.
Nun droht den Juden New Yorks auch ein Bürgermeister, der selbst immer wieder mit antisemitischen Narrativen spielt – es ist wohl auch kein Zufall, dass er selbst ein Einwanderer ist: Zohran Mamdani. Der Sohn eines kenianischen Postkolonialismus-Akademikers und einer indischen Bollywood-Regisseurin liegt vor der Wahl des Bürgermeisters von New York am kommenden Dienstag im Durchschnitt aller Umfragen rund 15 Prozentpunkte vor seinem Hauptkonkurrenten Andrew Cuomo. Wettmärkte schätzen Mamdanis Siegeschancen auf knapp 95 Prozent ein.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










