Deepfake-Debatte in der ARD: „Wir säßen heute Abend nicht hier, wenn Collien Fernandes eine Kassiererin im Supermarkt wäre“

vor 4 Monaten

Deepfake-Debatte in der ARD: „Wir säßen heute Abend nicht hier, wenn Collien Fernandes eine Kassiererin im Supermarkt wäre“
Bildquelle: NiUS

„Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“, wollte Caren Miosga am Sonntagabend in der ARD wissen. Anlass hierfür bot der Fall von Collien Fernandes, was die restlichen Protagonisten der Sendung tunlichst zu umschiffen versuchten. So ganz funktionierte das nicht.

Schon zu Beginn plätscherte die Sendung schwerfällig vor sich hin. Miosga lieferte Fernandes im Zweiergespräch einen sentimentalen Austausch in Wohlfühlatmosphäre, ohne auf neue Erkenntnisse zu spekulieren oder gar die Anklägerin mit Widersprüchen zu konfrontieren. Auf die sanften Vorlagen der Moderatorin folgten die gewünschten Antworten.

Sie habe mit „sehr viel Hass gerechnet“, so Fernandes, sei aber froh, dass nun eine „solche Bewegung“ entstanden sei. Die Täter seien eben meistens männlich, ergänzte die 44-Jährige. Und schlussfolgerte: „Wir müssen den Weg über die Justiz gehen.“ Fernandes freute sich: „Frau Hubig scheint sehr engagiert zu sein.“ Auf kritische Nachfragen von Miosga, etwa zum Schreiben der Anwälte von Christian Ulmen, wartete man vergebens. Inhaltlich blieb es schwammig, Fernandes gerierte sich als Zeugin „vom Hörensagen“, die ausgiebig berichtete, was „andere Betroffene“, „andere Anwält*innen“ so alles erfahren hätten.

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