Um den Templerorden, der ursprünglich den Namen „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem“ trug und der um das Jahr 1119 in Jerusalem gegründet worden war, ranken sich eine Menge dunkler Geschichten. In diesem Artikel geht es vorrangig um die Entwicklung des Geldwesens durch den Orden in den rund 200 Jahren seines offiziellen Bestehens und die anschließende Übernahme seines Geldwissens in noch heute existierende diskrete Gesellschaften.
Im Anschluss an den Ersten Kreuzzug gründeten sich die Templer als eine Art Straßenrettungsdienst, der Pilger im Heiligen Land vor den Überfällen bewaffneter Muslime schützte. Die Ordensgründer – im Wesentlichen französische Ritter – bekamen von Balduin, dem ersten christlichen König von Jerusalem, die heutige al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg als Hauptquartier geschenkt. Diese steht nach der Überlieferung auf den Grundmauern des salomonischen Tempels.
Ihre Ordensregeln entwarf die herausragende geistige Autorität der damaligen Zeit, der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux. Die Templer schworen ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam und hoben sich damit moralisch von der säkularen Ritterschaft ab. Allerdings rechtfertigte Clairvaux auch ausdrücklich die Verteidigung und Ausbreitung des christlichen Glaubens mit militärischen Mitteln – eine Irrlehre in der Christenheit, die insbesondere in den vielen Kreuzzügen sichtbar wurde und auch Millionen zivile Todesopfer forderte.
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