Kurz vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt haben die Gewerkschaften ihre Ablehnung der geplanten Arbeitszeitreform unmissverständlich klargemacht und signalisieren einen Blockadekurs. Am Mittwoch wollen die Spitzen der Regierungskoalition mit Vertretern von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zusammenkommen, um über die Reformagenda der Bundesregierung zu beraten. Union und SPD wollen bis Ende Juni oder Anfang Juli die wichtigsten Eckpunkte festlegen.
Aber das wird wohl schwerer als erwartet: Bei der Umstellung von einem täglichen auf einen wöchentlichen Arbeitszeitrahmen etwa, einem der zentralen Punkte der Reform, ist DGB-Chefin Yasmin Fahimi zu keinerlei Kompromiss bereit. „Da gibt es aus unserer Sicht nichts zu bereden“, sagte die DGB-Chefin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Auf die Frage, ob eine abgeschwächte Version denkbar sei, antwortete sie: „Nein. Das ist ein rein ideologisch getriebener Irrläufer“. „Die Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes hat keinerlei positive Wirkung auf Wachstum“, so Fahimi. Stattdessen würde sie Schichten von bis zu 13 Stunden ermöglichen. Damit sei weder den Beschäftigten noch dem Arbeitsmarkt geholfen.
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