„Wenn sie mich jetzt als Gesundheitsminister aufgestellt hätten, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt: ‚Warum wird der Gesundheitsminister? Was hat der damit zu tun?‘ Deshalb: Schuster, bleib bei deinen Leisten“, sagte Carsten Linnemann im Mai 2025 im Interview mit dem Fernsehsender Phoenix. Seit Freitag steht jedoch fest, dass Linnemann seinen Posten als Generalsekretär gegen den des Gesundheitsministers tauscht. Im Interview mit der Bild rechtfertigt der CDU-Politiker seinen Sinneswandel.
Damals, kurz nach der Bundestagswahl, war sein wichtigstes Anliegen die Abschaffung des Bürgergelds. „Das war ein zentrales Versprechen der Union. Das wollte ich unbedingt einlösen“, so Linnemann. Aus diesem Grund entschied er sich, Generalsekretär seiner Partei zu bleiben und gleichzeitig Fraktionsvize für Arbeit und Soziales zu werden. Mittlerweile wurde das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt.
„Gleichzeitig verhandle ich jetzt seit über einem Jahr auch die Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sehe, dass auch im Gesundheitswesen ein erheblicher Reformdruck vorliegt“, erklärt Linnemann. Seiner Parteifreundin Nina Warken, die ins Bundeskanzleramt wechselt und von der er den Posten des Gesundheitsministers übernimmt, attestiert Linnemann, „die ersten großen, richtigen Reformschritte eingeleitet“ zu haben. An diese Arbeit wolle Linnemann anknüpfen.
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