Die CDU im Personaldilemma: Wird es nach Friedrich Merz Hendrik Wüst?

vor 3 Monaten

Die CDU im Personaldilemma: Wird es nach Friedrich Merz Hendrik Wüst?
Bildquelle: Tichys Einblick

Es ist eine historische Erfahrung, dass wenn etwas zugrunde gehen will, es dann auch zugrunde geht, wenn etwas stürzen möchte, es dann auch stürzt, wenn etwas die Verbindung zur Zeit verloren hat, dann abstirbt oder, wie Hegel sagen würde, wenn es nicht mehr notwendig ist, dann ist es auch unvernünftig. Das erklärt den Irrationalismus von Deutschlands dysfunktionalen Eliten. Deutschland benötigt politisches Personal, vor allem in der Regierung, das in der Lage ist, Dimension und Richtung der Neuordnung der Welt zu erkennen, anstatt reaktionären rotgrünen Ideologien anzuhängen.

Und bei der Union geht es nicht einmal mehr um ein Bild von der Welt, mag es noch so verstaubt, noch so reaktionär, noch so sehr nach Pawlows 1. Signalsystem klingen, es geht bei der Union nur noch um den Postenerhaltungsopportunismus. Beim Bundeskanzler kommt allerdings noch der stete Blick in den Spiegel statt in die Welt hinzu.

Täglich wird deutlicher, dass SPD und Union eigentlich nicht länger zusammenbleiben können, aber zusammenbleiben müssen. Nicht wegen der „Kinder“, sondern der Posten wegen. Der Verlust des Dienstwagens wiegt schwerer als der Verlust der Wirtschaftskraft des Landes. Gerade noch eben tafelten Merz und Klingbeil einträchtig in Walsrode, gerade eben noch besuchten sie in angsteinflößender kriegerischer Kleidung, die bei dem ehemaligen Zivildienstleistenden Klingbeil besonders lächerlich wirkt, die Bundeswehr am Standort Munster, gerade berieten sie beim Abendessen „die Lage der Koalition und nächste Reformschritte“, da greift in seiner 1.-Mai-Rede Lars Klingbeil den Kanzler mit voller Härte frontal an.

Und auch Bärbel Bas, Merzens Sozialministerin, die Kommissarin von Partei- und Gewerkschaftsapparat für die deutsche Regierung, schimpfte, was die Sprache sozialdemokratischer Reaktion hergibt, auf Merz. „Menschenverachtend“, schalmeite Merzens Ministerin. Das ausgerechnet die Bremserin Bas ausruft: „Wir brauchen mehr Tempo“, ist schon ein Stück aus dem Tollhaus Deutschland. Noch mehr Tempo im Niedergang?

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