Die EU-Kommission hat angekündigt, in diesem Jahr und den kommenden drei Jahren die Zahl der Gratis-Zertifikate im Rahmen des CO₂-Handels für energieintensive Industriebetriebe nicht so schnell zu reduzieren, wie es ursprünglich geplant war. Insgesamt soll es sich dabei um ein Zertifikatevolumen im Wert von jährlich etwa vier Milliarden Euro handeln.
Zur Verdeutlichung der Dimensionen folgendes Bild: Im vergangenen Jahr nahmen die Staaten der Europäischen Union im Rahmen des CO₂-Zertifikatehandels kumuliert etwa 62 Milliarden Euro ein. Der deutsche Anteil innerhalb dieses zum Klimaschutz verklärten fiskalischen Extraktionsmechanismus betrug im vergangenen Jahr präzise 21,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr ist damit zu rechnen, dass der Anstieg des CO₂-Tonnenpreises von 55 auf etwa 75 bis 80 Euro pro Tonne zu Mehreinnahmen des Gesamtsystems von möglicherweise 23 Milliarden Euro führen wird, wobei der negative Mengeneffekt durch den Rückgang der europäischen Industrieproduktion in dieser Rechnung bereits berücksichtigt ist.
Offensichtlich hat es sich in Brüssel herumgesprochen, dass die europäische Industrie nicht im luftleeren Raum operiert, sondern dem globalen Wettbewerb ausgesetzt ist. Die sichtbare Deindustrialisierung der Kernzentren der europäischen Industrie, vor allem Deutschlands, hätte unter normalen Bedingungen ohne Wenn und Aber dazu führen müssen, den gesamten CO₂-Mechanismus, die groteske Klimaregulierung sowie den Kulturkampf der Degrowth-Fetischisten ein für allemal zu Grabe zu tragen. Doch gerade Brüssel, Berlin und Paris als politische Zentren eben jenes Kulturkampfes warten nun mit der nächsten Camouflage einer lächerlichen Zuteilung einiger Gratiszertifikate auf, um in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, Interesse am Erhalt der noch vorhandenen industriellen Struktur zu hegen.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










