Politik, sie kommt als etwas Hochkomplexes daher. Für den Normalbürger wirken Diskussionsformate im Fernsehen oder Parlamentsdebatten schnell einschüchternd. Da hauen sich die Politiker und Journalisten Paragrafen um die Ohren, zitieren Statistiken und Studien aus dem Bewusststeins-Niemandsland des Durchschnittsbürgers und beschuldigen sich gegenseitig bei diesem Gesetz in der Gegenwart oder jenem Vorgehen in der Vergangenheit einen großen Fehler zu machen beziehungsweise gemacht zu haben ...
Die meisten Journalisten, nahezu alle Politiker, aber auch politisch interessierte Bürger sind oftmals dermaßen in ihrer Informations-Blase gefangen, dass sie gar nicht ahnen, wie unverständlich die meisten Debatten für die Mehrheit der Menschen im Land sind, die selbst dann keine fünf Minister aufzählen könnten, wenn man ihnen eine Pistole vor den Kopf hielte.
Es ist nicht so, dass diese Unverständlichkeit dazu führt, dass Politiker eine hohe Kompetenzzuschreibung von der Bevölkerung bekommen. Könnte man schließlich meinen, nach dem Motto: „Die können so selbstbewusst über so komplexe Probleme reden, die müssen ja Ahnung haben.“
So ist es allerdings nicht, ganz im Gegenteil!
Gar keiner Partei trauen die allermeisten Menschen zu, die Probleme zu lösen.
Alle Umfragen bezeugen ein immer weiter schrumpfendes Vertrauen in den Staat, die Politik und die Institutionen. Auf die Frage, welche Partei am besten die Probleme in Deutschland lösen könne, antwortet in Umfragen regelmäßig eine relative Mehrheit: „Keine Partei kann das.“
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