Brandanschlag auf Trafohäuschen in Sachsen-Anhalt – rund 900 Haushalte zeitweise ohne Strom

vor 6 Monaten

Brandanschlag auf Trafohäuschen in Sachsen-Anhalt – rund 900 Haushalte zeitweise ohne Strom
Bildquelle: Apollo News

In Großkayna, einem Ortsteil von Braunsbedra in Sachsen-Anhalt, wurde ein Brandanschlag auf ein Trafohäuschen verübt. Infolgedessen waren 897 Stromkunden in Großkayna und Roßbach von einem nächtlichen Stromausfall betroffen. Gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung sagte eine Sprecherin des Netzbetreibers Mitnetz, dass das Umspannwerk gegen 0:41 Uhr notabgeschaltet werden musste. Deshalb seien 14 weitere Netzpunkte ohne Strom gewesen.

Wegen erfolgreicher Umschaltungen war der Stromausfall nach einer Stunde größtenteils wieder behoben. Die letzten Kunden hatten am Samstagmorgen wieder Strom. Noch ist nicht bekannt, wie hoch der Schaden ist. Nach bisherigen Erkenntnissen des Netzbetreibers wurde ein Lüftungsgitter von der Trafostation entfernt. In die Station wurden dann Papier und Holz gedrückt, die anschließend entzündet wurden. Das Trafohäuschen muss vollständig erneuert werden.

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe. Ein Mitarbeiter des Netzbetreibers hatte kurz vor Mitternacht eine Störung am Umspannwerk bemerkt und war hingefahren. Vor Ort fand er den Brand vor, wie die Polizei Halle mitteilte. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Trafohäuschen. Beispielsweise wurde Mitte November in Höchstadt an der Aisch eine Trafostation durch Sprengstoff beschädigt. Das Landeskriminalamt Bayern nahm die Ermittlungen auf. Durch die Beschädigung kam es zu einem Stromausfall in den umliegenden Orten. Es dauerte rund drei Stunden, bis die Versorgung wiederhergestellt war, wie die Nürnberger Nachrichten berichteten.

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