Boy George, in den 80ern als Frontmann der Band Culture Club ein Star, hat bei Israel-Hassern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil er sich nicht gegen den jüdischen Staat wendet, sondern in einem neuen Lied daran erinnert, wie es zum Gaza-Krieg kam. Außerdem zeigt er die Entschlossenheit der Israelis, auch in Zeiten von Krieg und Terror das Leben weiter zu feiern.
Während zahlreiche Künstler sich der antisemitischen Boykottbewegung BDS angeschlossen haben und in offenen Briefen gegen die Teilnahme des jüdischen Staates am Eurovision Song Contest (ESC) protestierten, stellt sich Boy George hinter Israel. Eben veröffentlichte er einen Reggae-Song mit dem Titel „Od Nirkod (We Will Dance Again)“. Das Lied ist nicht auf Streamingplattformen erschienen, sondern nur auf dem X-Account des Künstlers, der als Frontmann von Culture Club („Do You Really Want to Hurt Me“, „Karma Chameleon“) berühmt wurde – auch wegen seines extravaganten Erscheinungsbildes und androgynen Kleidungsstils.
Mit dem Titel greift Boy George (bürgerlich George Alan O'Dowd) eine Wendung auf, die eng mit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober auf das Nova-Festival in Südisrael verbunden ist. Allein auf diesem Event wurden 378 Menschen ermordet, etwa 40 in den Gazastreifen verschleppt. „Od Nirkod“ ist auch der Titel eines Dokumentarfilms von 2024 über das beispiellose Massaker und ist zu einem Motto geworden, das für Resilienz, Erneuerung und Zuversicht der Israelis nach dem grausamen Überfall steht.
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