Börsenwoche: Powell-Rede, Zoll-Einigung, KI-Stromverbrauch

vor 11 Monaten

Börsenwoche: Powell-Rede, Zoll-Einigung, KI-Stromverbrauch
Bildquelle: Tichys Einblick

Am Freitag schaute die Welt in die Rocky Mountains. Um 16.00 Uhr (MEZ) trat der Präsident des US-Notenbanksystems, Jerome Powell, beim alljährlichen Treffen der Gouverneure der wichtigsten Zentralbanken der Welt in Jackson Hole vor das Mikrofon. Die Beobachter erwarteten darin auch eine Reaktion auf die vielfältigen Angriffe, die US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten auf Powell lanciert hatte. Der hatte den Fed-Chef mehrfach eine vorzeitige Beendigung seiner noch bis kommenden Mai reichenden Amtszeit nahegelegt. Powell hatte sich bislang der von Trump geforderten signifikanten Zinssenkung verweigert. Nun lenkte Powell bei seiner letzten großen programmatischen Rede ein und liess durchblicken, dass man vom Fed im September eine Leitzinssenkung erwarten könne.

Tatsächlich hatte Trump es zuletzt geschafft, die zwölf Mitglieder des Offenmarktkommitees zu spalten. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren hatten auf der monatlichen Sitzung im Juli zwei Mitglieder gegen den Mehrheitsbeschluss gestimmt. Die beiden hatten die Zinsen senken wollen, die anderen lieber abwarten. Das war ein Zwischensieg des US-Präsidenten gewesen.

Nun also die Ankündigung einer Zinssenkung. Die Märkte jubelten: Der amerikanische Aktienmarktindex S&P 500 legte um ein Prozent zu, als das Fed Powells Redetext publizierte. Gleichzeitig stiegen die Preise für amerikanische Staatsobligationen über alle Laufzeiten hinweg kräftig an. Deren Renditen, die sich reziprok zum Preis bewegen, gingen deutlich zurück.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel