Wie man sich auf einen Blackout vorbereiten kann

vor etwa 1 Jahr

Wie man sich auf einen Blackout vorbereiten kann
Bildquelle: Tichys Einblick

Eine Mehrheit in Deutschland hält die Stromversorgung für sicher, wie eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verifvox zeigt. Würde es in Deutschland zu einem Blackout kommen, wäre ein Großteil völlig unvorbereitet: Von den Befragten gaben 73 Prozent an, sich nicht konkret auf einen Stromausfall vorbereitet zu haben.

Aufgrund der immer unsicherer werdenden Energieversorgung steigt in Deutschland allerdings wie auch in anderen Ländern, die einseitig auf erneuerbare Energien setzen, die Gefahr eines Blackouts, wie ihn Spanien und Portugal gerade erlebten. Besonders anfällig ist dabei die „Kritische Infrastruktur“ (zum Beispiel Wasser- und Energiewerke), die bei Unruhen zusätzlich durch Anschläge schwer geschädigt werden kann. Selbst Innenministerin Faeser regte unlängst eine Bevorratung an. Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger rät jetzt jedem Haushalt zu einem Notstromaggregat. Leidtragende wären neben der Wirtschaft vor allem die privaten Haushalte.

Zu einem Stromausfall kann es kommen, wenn zum Beispiel Strommasten umknicken, ein Trafohäuschen abgebrannt ist oder bei Bauarbeiten ein Kabel beschädigt wurde; das führt zu lokalen Störungen bzw. Stromausfällen. Bei einem Blackout fällt die zentrale Steuerung/Energieerzeugung vollständig aus, wie nun in Spanien geschehen. Die Kraftwerke trennen sich automatisch vom Netz, wenn eine Frequenz unter- oder überschritten wird. Bei einem sogenannten Brownout trennen die Erzeuger ganze Regionen, große Städte oder Bundesländer vom Energienetz, um das Stromnetz insgesamt am Leben zu erhalten. Die Infrastruktur bricht in diesen Bereichen zusammen.

Ein Blackout bedeutet für Privathaushalte, dass die Wasser- und Abwasserversorgung ausfällt, da die notwendigen Pumpen Strom benötigen. Das gilt auch für die Heizung: Öl- und Gasheizungen funktionieren bei fehlendem Strom nicht mehr. Das betrifft ebenfalls die meisten (mit dem zentralen Stromnetz verbundenen) Solaranlagen, ebenso Internet und Telefon. Persönliche und geschäftliche Daten sind bei Stromausfall nicht mehr abrufbar. Die Kommunikation mit der Außenwelt wird unmöglich oder erschwert.

Supermärkte und Tankstellen sind geschlossen. Wie viel Treibstoff haben Sie gegenwärtig im Tank? Züge, der Fern- und Nahverkehr fallen komplett aus. Flughäfen haben ein eigenes System, sodass Flugzeuge weiter fliegen könnten, nur ist es schwierig, bis dorthin vorzudringen. Die Bürger müssen von den Vorräten leben, die sie zu Hause aufbewahren. Durchschnittlich haben die Haushalte für drei Tage Vorräte zu Hause, benötigt werden Reserven für zwei Wochen.

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