Blackbox KW 40 – Game of Drones

vor 10 Monaten

Blackbox KW 40 – Game of Drones
Bildquelle: Tichys Einblick

Bild schlagzeilt an einem einzigen Tag: „Polizei NRW meldet verdächtige Lichter“, „Drohnen kreisten erst über Bundeswehr Standort. Danach legten sie den Flughafen München lahm“, „Söder fordert, alle Drohnen abzuschießen“. Tags zuvor war, ebenfalls in Bild, von einer „großen Mutter-Drohne“ die Rede,
 mit vielen Drohnenkindern, die „gezielt Einrichtungen der kritischen Infrastruktur“ überfliegen – in Schleswig-Holstein etwa Waffenfabriken, Landesparlament (?) und das Universitätsklinikum Kiel.
Das klingt, als habe Roland Emmerich einen neuen „Independence Day“ inszeniert, und so soll es wohl auch klingen, fehlt nur noch, dass Hobbyflieger Fritz persönlich den Kampf gegen die Aliens anführt.

♦ Laut Deutscher Flugsicherung gab es dieses Jahr bereits 172 Behinderungen des Luftverkehrs durch Drohnen, was wohl nicht publik gemacht wurde, um irre Nachahmer abzuhalten. Nun aber passen die unbekannten Flugobjekte ins politische Konzept und schon feuert die Presse, kritisch wie bei Corona, aus allen Rohren. Einer schreibt vom anderen ab, bis auch in der FAZ zu lesen steht: „Liebesgrüße aus Moskau?“

♦ Trotz allem Kriegsgeschrei: Pazifisten können froh sein, mit Boris Pistorius’ bunter Bundeswehr ist nicht wirklich Krieg zu machen. Von 180.000 Soldaten hockt die Hälfte in der Schreibstube oder an der Gulaschkanone (halal?). Für den Kampfeinsatz stehen maximal 90.000 Mann aller Geschlechter zur Verfügung. Jeder vierte ist Offizier, sodass einer statistisch drei Mann befehligt. Der Historiker Neitzel nennt die Bundeswehr folgerichtig eine „dysfunktionale Organisation“. 
Bei der politischen Führung kein Wunder.

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