Bizarrer Müsli-Streit spaltet Tesla-Werk

vor 10 Monaten

Bizarrer Müsli-Streit spaltet Tesla-Werk
Bildquelle: NiUS

Am ersten Produktionstag nach den Betriebsferien wollte die Tesla-Geschäftsführung zur Begrüßung 10.000 Müsliriegel der Marke Corny an die Mitarbeiter verschenken. Laut André Thierig, Werksleiter im Tesla-Werk Grünheide, weigerten sich die IG-Metall-Betriebsräte, die blauen Müsliriegel zu verteilen, berichtet das Handelsblatt.

Hintergrund ist ein bizarrer Streit zwischen zwei Gewerkschaftsgruppen bei Tesla – die Vertreter der IG Metall und der Liste der Betriebsratsvorsitzenden Michaela Schmitz. Sie werden intern „Fraktion 23“ genannt – und treten geschlossen gegen die Vertreter der IG Metall auf. Die Fraktion 23 trägt im Werk blaue Westen, die gewerkschaftlichen Betriebsräte rote. Die daraus erwachsene Farbenlehre wird in der Gigafactory durchaus ernst genommen, meinen Beobachter.

Hintergrund des bizarren Streits ist ein Umbau in der Sommerpause. Die Gewerkschaft kritisiert, dass Tesla die Abläufe in der Fabrik so stark verändert habe, dass zunächst niemand wusste, wie er arbeiten soll. Jannes Bojert, Leiter des Tesla-Teams der IG Metall, sagt: „Die Belegschaft nach den Werksferien mit Müsliriegeln willkommen zu heißen, kann eine nette Geste sein. Allerdings nicht, wenn das Management die Sommerpause dafür genutzt hat, noch die letzten Atempausen wegzurationalisieren.“

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