Bespuckt, beschimpft, bedroht! Der Frust eines Zugbegleiters

vor fast 2 Jahren

Bespuckt, beschimpft, bedroht! Der Frust eines Zugbegleiters
Bildquelle: NiUS

Was erleben Zugbegleiter in ihrem Arbeitsalltag? Welche Begegnungen haben sie, worüber ärgern sie sich besonders? Antwort auf diese Fragen gibt ein Mann, der fast täglich auf der Strecke Stuttgart – Tübingen – Esslingen fährt.

Er hat NIUS seine Erlebnisse in einem Leserbrief geschildert:

„Ich bin Zugbegleiter in Baden-Württemberg im Nahverkehr. Die marode Infrastruktur und der Personalmangel und die daraus entstehenden Ausfälle und Verspätungen sind schlimm genug. Aber schlimmer ist: Die Fahrgäste der Bahn werden zunehmend gewalttätiger und respektloser. Das sehr günstige Deutschlandticket von 49 Euro hindert nicht daran, dass die Zahlen fürs Schwarzfahren nach oben gehen. Wer kein Ticket hat – und das sind viele – kann aus dem Zug geworfen werden. Wir Zugbegleiter können das aber nicht selber tun – wir müssen die Bundespolizei benachrichtigen. Wird die Polizei dazu gerufen, steht der Zug erst einmal. Die Verspätungen verärgern die anderen Fahrgäste natürlich. Ich erlebe solche Rauswürfe manchmal mehrfach in der Woche.

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