Der Berliner Verfassungsschutz betreibt hunderte Fake-Accounts in den sozialen Netzwerken. Unterdessen weigert sich in Thüringen der Inlandsgeheimdienst unter Skandal-Präsident Stephan Kramer entsprechende Informationen herauszurücken – trotz Gerichtsurteil.
Seit geraumer Zeit ist öffentlich bekannt, dass der Verfassungsschutz sogenannte Fake-Accounts in den sozialen Netzwerken betreibt. Öffentlich gemacht hatte dies vor wenigen Jahren der SZ-Journalist Ronen Steinke. In vielen Chatgruppen seien bereits Agenten unterwegs, „die unter einer ‚Legende‘ posten“, schrieb Steinke. „In solche ‚virtuellen Agenten‘ hat der Geheimdienst seit 2019 massiv investiert.“
Über die genaue Zahl dieser Accounts tappt die Öffentlichkeit noch immer weitgehend im Dunkeln. Denn nicht nur das Bundesamt führt solche Accounts, auch die einzelnen Landesämter haben seit Jahren falsche Konten eingerichtet – und zwar nicht zu knapp.
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