Im CDU-regierten Berlin legt man die Latte extra hoch. Man ist ehrgeizig, weiß die Bild zu berichten. Der Leiter des Landesamtes für Einwanderung (LEA), Engelhard Mazanke, fordert 40.000 Einbürgerungen von seinen Mitarbeitern für das laufende Jahr. Die Hauptstadt ist dabei auch schon auf einem guten Weg. Kürzlich wurde die zwanzigtausendste Einbürgerung in dem Stadtstaat gefeiert, und zwar mit einer Torte im Landesamt. Ende Juni sind es dann 20.060 Einbürgerungen geworden, also in einem halben Jahr. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zum letzten Jahr, in dem es insgesamt 21.802 Einbürgerungen in der Hauptstadt gab. Berlin kommt damit unter Kai Wegner dem Ziel näher, kräftig einzubürgern. Woher kommt nur die Vorgabe? Und welchem Ziel soll sie dienen?
Laut Bild spart die Ausländerverwaltung so bares Geld – aber kaum die Stadt insgesamt. Außerdem leben so auf einmal mehr „Deutsche“ in Berlin. Das ist auch gut für die Kriminalstatistik oder für jene, die hier eher Dunkelheit als Licht verbreiten wollen. Und die regierenden Sozialdemokraten dürften sich zudem auf neue Wähler freuen. Es ist für alle Verteidiger des Status quo von offenen Grenzen das Beste. Außerdem werden so die Merkel-CDU-Altlasten schrittweise beseitigt. Neue Anwärter kommen jeden Monat hinzu.
Dabei gibt es in Berlin noch eine Besonderheit: Die Ausländer müssen vor der Verleihung der Urkunde überhaupt nicht aufs Amt, müssen mit keinem Mitarbeiter sprechen. Die Hauptstadt hat sich für die einfache Einbürgerung per Mausklick entschieden. Das passt natürlich zur hohen Mengenvorgabe von 40.000. Das wäre vermutlich unter normalen Bedingungen nicht drin, angesichts der personellen Ausstattung eines Landesamts.
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