Der am 8. Juni nach einer brutalen Messerattacke im nordirischen Belfast noch am Tatort festgenommene Sudanese Hadi Alodid wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.
Neben versuchtem Mord werden dem 30-Jährigen das Führen eines Messers in der Öffentlichkeit sowie Morddrohungen zur Last gelegt. Diese soll er gegenüber einer medizinischen Mitarbeiterin des britischen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) geäußert haben, als er nach seiner Festnahme zunächst aufgrund von Verletzungen an der Hand in einem Krankenhaus behandelt wurde.
Wie der Telegraph berichtet, reiste Alodid 2023 über Paris und Dublin nach Nordirland ein und beantragte dort Asyl, woraufhin ihm ein fünfjähriges Bleiberecht zugesprochen wurde. Diese Route bestätigte der Polizeipräsident der nordirischen Polizei, Jon Boutcher. Damit nutzte Alodid zur Einreise ein Schlupfloch: Um trotz Brexit die enge Vernetzung zwischen der Republik Irland und Nordirland zu erhalten, herrscht weitgehend freier Grenzverkehr an der nordirischen Grenze. Systematische Grenzkontrollen sind nicht vorgesehen.
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