Die gute Nachricht gleich vorab: Philipp Amthor entwickelt sich prächtig. Der Vorzeige-Knabe der CDU zeigt bei Maischberger, was gute Erziehung ausmacht. Seine Phrasendresch-Maschine: auf volle Schnittbreite ausgefahren. Den rechten und den linken Rand rasiert er damit gleichermaßen.
An der AfD kritisiert Amthor pflichtgemäß, dass sie „sich nicht abgrenzen kann vom Rechtsextremismus“ und „sich immer weiter radikalisiert“. Sehr brav. Fraktions-Chef Spahn und Noch-Kanzler Merz dürften es daheim vor dem Bildschirm mit einem Prösterchen quittieren. Und an der Ex-Mauerschützenpartei „Die Linke“/SED stört Amthor genau dies: „das historische Erbe dieser Partei“. Ines Schwerdtner, Co-Chefin besagter Linken und ebenfalls im Studio, kommt da schnell ins Schmollen. Sie wolle sowieso keine Gespräche mit der CDU.
Die AfD kann nicht kontern. Sie ist – versteht sich – mal wieder nicht eingeladen.
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