Auf die jüngste Sabotage des Berliner Stromnetzes, der rund 100.000 Menschen tagelang von Strom abschnitt, könnte weitere Attacken folgen. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik jedenfalls schlägt Alarm und mahnt zu Wachsamkeit: Die Gefahr für kritische Infrastruktur sei real und anhaltend. In einer Zeit, da ökoextremistische Gruppen weitere Anschläge andeuten könnten, dürfe niemand auf den Staat allein vertrauen. „Jeder muss sich Gedanken machen: Was brauche ich in einem Katastrophenfall?“, so Slowik gegenüber der Welt am Sonntag. Deshalb müsse die Bevölkerung auch eigenverantwortlich für einen neuen Krisenfall vorsorgen.
Aus dem Vorfall zog Slowik organisatorische Lehren: Krisen müssten künftig zentraler und schneller koordiniert werden. Besonders besorgniserregend sei die diffuse Struktur der Täter, die sich hinter dem Label „Vulkangruppen“ verschanzen – ein loses Netzwerk ökoextremistischer Aktivisten, die Technologie als Feind der Natur brandmarken und Sabotage als legitimen Widerstand propagieren. Die dezentrale Strukture erschwere „die Ermittlungen massiv“, so Slowik in der Welt am Sonntag.
Oberbürgermeister Wegner, Slowik und Innensenatorin Spanger: Für den nächsten Krisenfall gewappnet?
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