Die deutsche Politik lässt nichts unversucht, wenn es darum geht, der Industrie noch mehr Steine in den Weg zu legen, um sie endlich dazu zu bringen, auch noch die letzten Produktionsstandorte in Deutschland aufzugeben. Bisher dachte man in Berlin, dass die Pläne, Stahl mit Wasserstoff herzustellen, ausreichen würden, die Stahlproduktion aus Deutschland zu vertreiben. Laut Wirtschaftswoche hat Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez die bisherigen Pläne für den milliardenschweren Bau eines klimaschonenden Stahlwerks zwar schon infrage gestellt, aber eben noch nicht aufgegeben.
Hier springt nun ein anderes Unternehmen, dessen alleiniger Eigentümer zwar nominell der deutsche Staat ist, bei dem sich aber die Brandmauerparteien gefühlt so benehmen, als wären sie der eigentliche Eigentümer: die Deutsche Bahn. Eisenerz und die zur Verhüttung notwendige Kohle kommt oft per Bahn zu den Stahlwerken. Und jetzt, wegen vieler Baustellen an den Gleisen, eben oft nicht mehr.
Auch Arcelor-Mittal meldet erste Produktionskürzungen in seinem Werk in Brandenburg. Dort wurde nach Unternehmensangaben nicht genügend Eisenerz angeliefert. Als Ursache nennt der Konzern das anhaltende Baustellenchaos im norddeutschen Schienennetz und die aus seiner Sicht unzureichende Priorisierung von Güterzügen durch die Deutsche Bahn.
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