Baerbock will Magellan-Straße umbenennen

vor 4 Monaten

Baerbock will Magellan-Straße umbenennen
Bildquelle: Tichys Einblick

Um Annalena Baerbocks feministische Außenpolitik auch in ihrem neuen Amt als Präsidentin der UN-Generalversammlung voranzubringen und um ein Zeichen gegen kolonialistische Tendenzen zu setzen, sollen nach und nach wichtige Meerengen entsprechend den Prinzipien feministischer Sichtbarmachung umbenannt werden. Den Anfang macht die Magellan-Straße, die nach Fernando Magellan benannt wurde. Dieser initiierte im Auftrag der spanischen Krone bekanntlich die erste historisch belegte Weltumsegelung.

„Magellan steht als weißer, männlich gelesener Kolonialist sowohl für die brutale Unterdrückung der Kolonialvölker als auch der Frauen“, so Annalena Baerbock. „Es ist jetzt dringend erforderlich, die Sichtbarkeit von Frauen und queeren Menschen bei der Benennung wichtiger Meerengen zu erhöhen.“ Ab dem neuen Jahr soll die Magellan-Straße daher in „Luisa-Revilla-Straße-der-Freiheit“ umbenannt werden. Revilla, die als Mann geboren wurde, war eine Vorreiterin der LGBTIQ-Bewegung in Peru und die erste offen transgeschlechtliche Person, die in diesem Land in einen Stadtrat gewählt wurde. „Die längst überfällige Umbenennung der Magellan-Straße ist nur ein erster Schritt“, so Baerbock. „In Planung ist bereits auch die Umbenennung der nach Herrn Hormuz benannten Straße.“

Dies wird jedoch nicht die einzige Änderung sein, die Baerbock plant. Im Zuge der Umbenennung soll der Verkehr auf dem dann „Luisa-Revilla-Straße-der-Freiheit“ heißenden Verkehrsweg in eine Einbahnstraße mit wechselnder Richtung umgestaltet werden. Montags bis mittwochs sollen die Schiffe in westliche und donnerstags bis samstags in östliche Richtung fahren. Sonntags soll die Straße zum familienfreundlichen Ruhetag werden. Allerdings dürfen Segelschiffe sowie Schiffe mit Elektroantrieb auch an diesem Tag in die Straße einfahren. Baerbock möchte den freiwerdenden Raum auf der Straße für einen Fahrradweg nutzen, der Teil eines weitumspannenden südamerikanischen Netzes werden soll, dessen Anfänge bekanntlich kürzlich in Peru gelegt wurden. Zu diesem Zweck plant die UNO, sowohl am westlichen Einfahrpunkt vor der Isla Parker als auch am östlichen Einfahrpunkt an der Punta Catalina Diagonalsperren zu errichten.

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