Die neue staatliche Förderung für Elektroautos sorgt im Autohandel für Kritik. Nach Einschätzung des Präsidenten des Verbands der Automobilhändler Deutschlands (VAD), Burkhard Weller, profitieren von dem Programm derzeit vor allem Hersteller günstiger Elektro- und Hybridfahrzeuge – darunter insbesondere chinesische Anbieter.
Weller sagte der WirtschaftsWoche, die Förderung werde bislang „fast ausschließlich bei Fahrzeugen mit einem Kaufpreis zwischen 20.000 und 30.000 Euro“ in Anspruch genommen. Diesen Preisbereich bedienten in Deutschland derzeit vor allem chinesische Marken. Er verweist dabei auf erste Erfahrungen aus dem Handel. Der VAD schreibt auf LinkedIn, der Absatz chinesischer E-Auto-Marken in Wellers Autohäusern sei seit Bekanntwerden der Prämienausgestaltung stark gestiegen. Auch andere VAD-Mitglieder teilten diese Erfahrung, heißt es dort. Weller ist Gründer der Wellergruppe, die unter anderem auch chinesische Marken wie BYD und MG vertreibt.
Die Bundesregierung hatte das Förderprogramm im Mai gestartet. Privatpersonen können seit dem 19. Mai Zuschüsse beantragen, wenn sie ein förderfähiges Fahrzeug, das seit dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurde, kaufen oder leasen. Die Förderung gilt für den Kauf und das Leasing von Neuwagen. Unterstützt werden reine Elektroautos, Brennstoffzellenfahrzeuge, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender.
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