Dortmund, Marseille, Berlin etc.: Ausweitung der Nahost-Konfliktzonen nach Westeuropa

vor 6 Monaten

Dortmund, Marseille, Berlin etc.: Ausweitung der Nahost-Konfliktzonen nach Westeuropa
Bildquelle: Tichys Einblick

Der französische Präsident Macron hatte Trump in jener veröffentlichten Nachricht geschrieben: „Wir sind vollkommen auf einer Linie, was Syrien angeht.“ Außerdem könne man „großartige Dinge im Iran“ bewirken. Grönland sei der einzige unverständliche Punkt in Trumps internationaler Agenda. Worin sich die beiden Präsidenten bei Syrien einig sind, das ist ihre Hochschätzung des Interimspräsidenten Ahmad al-Scharaa. Der ist zufällig ein ehemaliger Al-Quaida- und Al-Nusra-Front-Kämpfer. Also auch eine Art Vertreter des Islamischen Staats, nur eben jene Sorte, die von Erdogans Türkei unterstützt wird. Ob man diese Leute auch noch unterstützen muss, darüber darf man durchaus geteilter Meinung sein.

Und nun geht es darum, die Autonomie Syrisch-Kurdistans aufzulösen. Die Gebiete der Kurden wurden bereits zum größten Teil von der neuen syrischen Armee übernommen. Die erzwungene „Einigung“ mit Kurdenführer Mazloum Abdi sieht vor, dass dessen SDF-Kräfte aufgelöst und die Kämpfer einzeln in die syrischen Streitkräfte integriert werden. Es ist eine Kapitulation der Kurden, die lange als inoffizielle Bodentruppen der Amerikaner galten. Nun wurden sie aufgegeben, was für verständliche Wut sorgt.

Und so erklären sich die Proteste im Westen, die teils friedlich sind, teils eher kriegerisch anmuten. Die Kurden wollen ihre Gastgeberstaaten in Europa quasi darauf aufmerksam machen, dass diese einen Fehler begehen. Dabei wurde am Dienstag in Dortmund der Laden eines syrischen Imbissbesitzers mit Pflastersteinen beworfen und verwüstet. Statt 400 angesagten Kurden waren 4.000 gekommen. Das war zu viel für die Polizei. Nun gibt es Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, mehrfacher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Am Freitag wurde erneut eine Demo in Dortmund angesagt – diesmal mit 3.000 bis 4.000 Teilnehmern laut Anmelder. Ob die Polizei diesmal gerüstet sein wird?

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