Die CDU hatte eine Migrationswende versprochen. Das würde eigentlich einen Kurswechsel um 180 Grad bedeuten. Gekommen ist natürlich nur eine vorsichtige Kurskorrektur, eigentlich wurde nicht einmal der rechte Winkel (90 Grad) erreicht. An den Grenzen wird ein wenig kontrolliert, den Familiennachzug hat man für subsidiär Geschützte eingeschränkt. Doch die Asylanträge gehen nicht wirklich nachhaltig zurück. Zudem sind die Folgeanträge zuletzt deutlich gestiegen.
Innenminister Alexander Dobrindt gab sich gegenüber Sat.1 froh darüber, dass „ das Migrationsgeschehen zurückgeht“, und führte das auf die Kontrollen zurück, deren Kosten sich derart amortisieren sollen. Dobrindt sagt nicht, ob das Migrationsgeschehen aus seiner Sicht ausreichend zurückgegangen ist.
Jetzt scheint zumindest teilweise klar, woher der starke Anstieg bei den Zweitanträgen rührt. „Dieser Anstieg der Folgeanträge ist insbesondere auf die Zunahme von Folgeanträgen afghanischer Antragstellerinnen zurückzuführen“, teilte das Bamf nun mit. Fast 16.000 Zweitanträge stammen von Afghanen. Allein 9.139 dieser Folgeanträge stammen aber von afghanischen Frauen.
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