Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck

vor 9 Monaten

Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck
Bildquelle: Tichys Einblick

Die deutsche Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Rezession. In seiner jüngsten Konjunkturumfrage sieht das Institut der deutschen Wirtschaft nun auch zunehmend den Arbeitsmarkt unter Druck. Von der Politik sind derweil keine Reformen zu erwarten.

Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine halbjährliche Konjunkturumfrage unter mehr als 2.500 Unternehmen veröffentlicht – und das Ergebnis könnte ernüchternder kaum sein.

Die neue Analyse, die am Wochenende vorgestellt wurde, zeichnet ein düsteres Panorama über den Zustand der deutschen Wirtschaft: Die Rezession vertieft sich weiter, sie umschließt sämtliche Sektoren. Kein Bereich der Ökonomie bleibt verschont.

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf das Investitionsverhalten und die Personalplanung der Unternehmen. Je nach Branche planen 36 bis 41 Prozent der befragten Betriebe im kommenden Jahr Stellen abzubauen – in der Industrie ist die Lage besonders alarmierend: Dort kalkulieren 41 Prozent aktiv mit Personalreduktionen. Gerade einmal 18 Prozent der Unternehmen denken überhaupt über einen Aufbau von Arbeitsplätzen nach.

Der Verlust von Industriearbeitsplätzen hat bereits im vergangenen Jahr ein alarmierendes Ausmaß erreicht: 70.000 Stellen wurden in den industriellen Kernsektoren, vom Automobil- bis zum Maschinenbau gestrichen.

Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen – sofern die deutsche Standortpolitik nicht grundlegend korrigiert wird.

Drei prominente Beispiele genügen, um die Dimension zu verdeutlichen: Volkswagen plant bis 2030 den Abbau von rund 35.000 Arbeitsplätzen. Bosch will im gleichen Zeitraum etwa 22.000 Stellen streichen. Siemens hat angekündigt, in den kommenden Jahren weitere 3.000 Jobs zu kürzen.

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