Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im Jahr 2025 einen Höchststand an gemeldeten Verdachtsfällen von Behandlungsfehlern verzeichnet. Dies geht aus Angaben der Versicherung gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe hervor.
Insgesamt wandten sich 7540 Versicherte mit einem entsprechenden Verdacht an die TK. Dies sind 14 Prozent mehr Fälle im Vergleich zum Vorjahr. In rund einem Drittel der Fälle bestätigte sich der Verdacht im Rahmen der Prüfung so weit, dass Medizinrechts-Experten ein Verfahren einleiteten. Die TK weist zudem darauf hin, dass von einer erheblichen Zahl nicht erfasster Fälle auszugehen sei.
Der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas, forderte vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine offenere Fehlerkultur im Gesundheitswesen. „Wir müssen dringend die Weichen dafür stellen, dass die unentdeckten Behandlungsfehler besser ermittelt werden können“, erklärte er. Fehler würden bislang häufig verschwiegen oder verharmlost, anstatt sie als Grundlage für Verbesserungen zu nutzen.
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