Christenfeindlicher Angriff auf Küster in Rodgau: Kein Einzelfall

vor etwa 1 Jahr

Christenfeindlicher Angriff auf Küster in Rodgau: Kein Einzelfall
Bildquelle: Tichys Einblick

Mit äußerster Gewalt muss der Täter zugeschlagen haben: Das jedenfalls lässt der Zustand des 1,60m langen Kruzifixes vermuten, mit dem ein 33-Jähriger – laut Polizei handelt es sich um einen Mann mit libanesischem und deutschen Pass, der in Syrien geboren wurde – den Küster der St. Nikolaus-Kirche in Rodgau traktiert hat. Die Arme und ein Bein der Christusfigur sind abgebrochen, der Korpus vom Kreuz gerissen.

Doch nicht nur ein für die Gemeinde wertvoller Sakralgegenstand kam hier zu Schaden, sondern zuerst natürlich der Küster, der lediglich wegen lauter Musik vor der Sakristei nach dem Rechten hatte sehen wollte, und von dem Angreifer attackiert wurde. Erst mit Fäusten, dann mit dem Kreuz, bis es zwei Männern gelang, den Täter vom Opfer wegzuziehen und an der Flucht zu hindern. Zuvor soll der Angreifer einem Passanten zugerufen haben: „Hilf mir, ihn zu töten.“

Ein schockierender Angriff, der jedoch alles andere als ein Einzelfall ist. „Allein in diesem Jahr haben wir – von Wien aus – bereits 10 Brandanschläge und insgesamt etwa 35 vandalistische Angriffe auf Kirchen in Deutschland registriert. Im Mai wurde in Berlin ein Mann zusammengeschlagen, nachdem er sich als Christ zu erkennen gab.“, so Anja Hoffmann vom Observatory on Intolerance und Discrimination against Christians in Europe (OIDAC Europe). Die in Österreich ansässige NGO dokumentiert europaweit christenfeindliche Angriffe und sonstige glaubensbedingte Diskriminierung von Christen.

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