Abschied von der „taz“

vor 9 Monaten

Abschied von der „taz“
Bildquelle: Tichys Einblick

„Die Letzten werden die Ersten sein.“ So heißt es im Matthäus-Evangelium. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass dieses Jesus-Zitat nun ausgerechnet von der dezidiert gottlosen Tageszeitung „taz“ aufgegriffen wird – wenn auch sicher ziemlich unfreiwillig.

Künftig gibt es das linksradikale Blatt, nun ja, nicht mehr als Blatt, sondern nur noch als linksradikales E-Paper. Dazu kommt die linksradikale Internetseite (taz.de). Lediglich samstags können Fans die – ja, richtig: linksradikale „Wochentaz“ weiter in Papierform erwerben. Von diesen Fans allerdings gibt es immer weniger. Das ist das Problem. Durchschnittlich gerade noch 26.000 Menschen wollten für die gedruckte Zeitung zuletzt Geld ausgeben.

Das sind ziemlich genau halb so viele, wie die Satirepartei „Die Partei“ des Komikers Martin Sonneborn Mitglieder hat. Das war für die Druckausgabe schon immer zum Leben zu wenig. Nun also ist es auch zum Sterben nicht mehr zu viel.

Die „taz“ hatte ein paar Höhen und viele Tiefen. Die Höhen sind schnell aufgezählt: drei Überschriften auf dem Titelblatt.

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