Die Bayerischen Staatsforsten sind mit gut 800 000 Hektar bewirtschafteter Fläche und aktuell rund einer halben Milliarde Euro Jahresumsatz das größte Forstunternehmen Deutschlands. Lange Zeit galt der Betrieb in punkto nachhaltiger Waldwirtschaft als vorbildlich.
Seine Ursprünge liegen in einem Reformprojekt des bayerischen Kurfürsten Max III. Joseph, der 1752 eine eigene Forstbehörde gründen ließ, um der damals stark fortschreitenden Zerstörung der Wälder entgegenzuwirken, die in großem Stil abgeholzt wurden, unter anderem um Brennstoff für die Salzsiederei und die Glasherstellung zu gewinnen.
Bis 2005 waren die Staatsforsten mit 128 Forstämtern und rund 5000 Beschäftigten ein Teil der Landesverwaltung. 2003 beschloss die bayerische Staatsregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) eine weitreichende Forstverwaltungsreform. Kern des Vorhabens war die Schaffung eines nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführten Unternehmens, das die bayerischen Holzbestände mit deutlich weniger Personal effizienter und vor allem profitabler ausbeuten sollte.
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