Die aktuellen Zahlen der Bundespolizei, die WELT AM SONNTAG und die Tagesschau ausgewertet haben, zeigen: Allein im Jahr 2025 wurden insgesamt 27.818 Gewaltdelikte im Bahnbereich registriert, das entspricht etwa 76 Delikten pro Tag. Diese alarmierende Bilanz dokumentiert einen weiteren Anstieg der Kriminalität gegenüber den Vorjahren.
Besonders dramatisch fällt die Entwicklung an den großen Knotenpunkten aus: Der Hauptbahnhof Leipzig führt die Negativ-Rangliste mit 859 Gewaltdelikten an, das ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz zwei folgt der Dortmunder Hauptbahnhof mit 735 Fällen, gefolgt vom Berliner Hauptbahnhof (654), Köln (648), Hannover (612), Hamburg (580), München (553), Nürnberg (528), Frankfurt am Main (520) und Düsseldorf (499). Während Dortmund und andere Stationen in den Vorjahren dominierten, hat Leipzig nun die Spitzenposition übernommen. Diese Top-Ten-Liste zeigt: Die Gewalt konzentriert sich auf hochfrequentierte urbane Zentren, wo Anonymität und hohes Passantenaufkommen Tätern scheinbar Deckung bieten.
Die Bundespolizei erfasste bei ihrer Statitsik mehr als 980 Messerdelikte und 2.200 Sexualdelikte im Bahnverkehr. Hinzu kommen 5.660 Gewalttaten gegen Bundespolizisten – das ist ein neuer Höchststand, der die zunehmende Belastung der Einsatzkräfte belegt. Im ersten Halbjahr 2025 allein waren es bereits über 14.000 Gewaltdelikte. Diese Zahlen stammen aus der Polizeilichen Eingangsstatistik (PES) und können durch Nachmeldungen noch leicht variieren, sie zeichnen aber ein klares Bild einer Eskalataion.
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