2.600 Tonnen menschlicher Wille

vor 4 Monaten

2.600 Tonnen menschlicher Wille
Bildquelle: Apollo News

Welchen Sinn kann es haben, 2.600 Tonnen Stahl und Wasserstoff mit der gebündelten Energie ganzer Städte in die Luft zu heben, um vier Menschen schließlich 400.000 Kilometer in die Tiefen des Weltalles hinter den Mond zu bringen? Gäbe es nicht sinnvollere Wege, die insgesamt 93 Milliarden Euro einzusetzen, die das Artemis-Programm in Gänze kosten dürfe?

Die Beantwortung dieser Frage ist auf logischer Ebene nicht leicht. Genauso allerdings müsste man die Menschen des Mittelalters dann fragen, was denn nun der genaue Vorteil dieser komischen Kirche sein soll, die sie da vorne bauen und Notre-Dame nennen wollen. Dass Generationen unter Einsatz ihres Lebens am Kölner Dom arbeiteten, ohne das Resultat jemals sehen zu können, kann man als religiöses Himmelfahrtskommando betrachten – man wird aber feststellen müssen, dass ohne den mystischen Willen zu Größerem in unserer Kultur die Lebenserwartung von 35 Jahren wohl niemals überschritten worden wäre. Auf die Frage, was denn nun wiederum der Sinn am Fliegen überhaupt wäre, dichtete der Berliner Flugpionier Otto Lilienthal:

„Es kann Deines Schöpfers Wille nicht sein,Dich, Ersten der Schöpfung, dem Staube zu weih’n“

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