„Der Mond ist nur ein Pendlerflug. Innerhalb eines Jahres wird es die Zusage für einen bemannten Flug zum Mars geben“, erklärte Wernher von Braun nur einen Tag nach der Rückkehr der Apollo-11-Besatzung zur Erde. Der Mond ist nur der Anfang – das war 1969 die Haltung des deutsch-amerikanischen Architekten des Apollo-Programms. Aber über den Mond ging es für Menschen bisher nie hinaus.
Diese Nacht, mehr als 50 Jahre später, hat die NASA jetzt eine Rakete ins All geschickt, die Astronauten tiefer in den Kosmos bringen soll als jeden anderen Menschen zuvor. Mit dem nun gestarteten Artemis-II-Flug werden erstmals seit einem halben Jahrzehnt wieder Astronauten den Mond umfliegen. Nach weiteren Tests mit Artemis III sollen sie mit Artemis IV auf die Krateroberfläche des Erdtrabanten zurückkehren, mit Artemis V dort eine permanente Basis errichten. Nächster Stopp: Mars.
Das Vorhaben ist nicht neu – bereits vor Jahrzehnten plante man bei der NASA die Rückkehr zum Mond und den Flug zum Mars. Aber daraus wurde bisher nie etwas. Es war eine Tragik der Geschichte: Mit 60er-Jahre-Technik und Wänden an Computern, die heutzutage in ein Smartphone passen, hatte es die Menschheit auf einen anderen Himmelskörper geschafft. Aber dann wurde diese Fähigkeit zwar nie komplett verlernt, aber doch für Jahrzehnte schlicht aufgegeben.
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