Innerhalb der EU werden zunehmend drastische Maßnahmen vorangetrieben, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Neben Dänemarks geplanter Besteuerung von Methanemissionen aus der Rinderhaltung, die EU-weit zur Blaupause werden könnte, steht bereits die nächste Maßnahme in den Startlöchern: eine Anhebung der Gasbesteuerung.
Nach einem aktuellen Gesetzentwurf, den das Branchenportal Table.Briefings geleakt hat, will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten dazu verpflichten, Erdgas steuerlich nicht länger „günstiger zu behandeln“ als Strom. „In vielen Fällen wird Strom deutlich stärker besteuert – teilweise bis zu fünfzehnmal stärker – als Gas‟, erklärte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits in einer Stellungnahme im März.
Offiziell soll mit dem neuen Gesetz die Elektrifizierung der Wirtschaft beschleunigt werden. Die andere Seite der Medaille blendet die Kommission jedoch weitgehend aus: wie stark Industrie und private Verbraucher dadurch unter Druck geraten könnten. Gerade für energieintensive Industriebetriebe ist günstiges Erdgas von enormer Bedeutung – nicht nur als Energieträger, sondern auch als wichtiger Rohstoff.
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