Im Interview mit dem Spiegel versucht Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, eine Vision des Patriotismus zu entwerfen, und bleibt dabei unverständlich. Im Zusammenhang mit der AfD sagt er: „Die AfD wird noch in dieser Legislaturperiode zusammenfallen wie ein Soufflé. Davon bin ich überzeugt. Weil ihr die moralische und intellektuelle Substanz fehlt.“ Die Partei mache machtpolitisch nichts richtig, betonte er.
Er führt aus, dass Teile der Gesellschaft und der Politik manches falsch gemacht hätten. Die Partei sei zu einem Sehnsuchtsort für Disruption und Protest geworden. „Wenn es uns, der Politik und den relevanten gesellschaftlichen Milieus im Zentrum der Republik gemeinsam gelingt, das Land zu reparieren, dann wird dieser Schmerzausdruck – und nichts anderes ist das Wahlverhalten der AfD-Wähler – auch nachlassen.“
Wenn das nicht gelinge, werde Deutschland nach rechts abrutschen. „Wir erleben gerade einen ,Defining Moment‘ in der Geschichte unserer Republik.“ Es gehe nicht nur um irgendeine rechtspopulistische Bewegung, sagt Weimer, sondern um „die innere Verfasstheit der Republik“. Er betont: „Der Aufstieg der AfD hat einen republikverändernden Charakter bekommen.“ Darum müsse man sie durch eine bessere Politik von der Macht fernhalten.
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